Freitag, 28. August 2015
23. Juli: Helsingør

Am nächsten Tag fuhr ich dann an Kopenhagen vorbei den Öresund hoch. Die teilweise nur 4 km breite Meerenge zwischen Dänemark und Schweden wird häufig auch einfach nur Sund genannt. Früher war zwischen Kopenhagen und Malmö ein reger Fährverkehr zu verzeichnen, heute wird der Verkehr zur Hauptsache über die im Jahre 2000 fertiggestellte Öresundverbindung abgewickelt.

Öresundbrücke

Bei meiner Fahrt Richtung Norden war immer auf der einen Seite Dänemark, auf der anderen Schweden zu sehen. Die Windrichtung war so, das sich knapp segeln konnte und immer Angst hatte, dass er ein klein bisschen dreht, sodass ich ihn genau von vorne habe. Auch die Windstärke war so, dass ich mir dauernd sagen musste: "ein bisschen mehr Wind und ich muss die Segelfläche verkleinern". Aber der Wind blieb konstant bis nach Helsingør, wo ich das Schloss Kronborg passierte. Früher war dies der Kontrollposten, wo alle Schiffe einen Sundzoll zu bezahlen hatten. Ausserdem spielte dort Shakespeare's Hamlet. Genau - das Stück mit "Sein oder Nichtsein"

Schloss Kronborg in Helsingør

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22. Juli: Dragør

Die Dänen lieben es hyggelig, ausgesprochen hügelig (oder so ähnlich), was gemütlich, nett bedeutet. Viele Häuser sind auch eher älteren Datums und werden gehegt und gepflegt. Gut zu sehen im Dorfkern von Dragør, südlich von Kopenhagen.

Dragør, südlich von Kopenhagen

Dies würden die Dänen dann eben als hyggelig bezeichnen. Häufig trifft man auch reetgedeckte Häuser, manchmal mit Ziegel darunter, häufig ober ganz ursprünglich, wie die Häuser hier wohl seit hunderten von Jahren gebaut wurden.

Reetdächer in Dragør

Als ich dann aber im Hafen dieses Haus sah, fand ich es selbst für dänische Verhältnisse sehr bescheiden.

Pechhaus, Dragør

Eine Tafel klärte dann auf: das ist eine Pechküche. Früher, als die Boote noch alle aus Holz gebaut waren, besass jeder Hafen eine solche Pechküche, wo, wie der Name vermuten lässt Pech gekocht wurde, das zum Abdichten der Holzritzen diente. Heute werden natürlich einfacher zu handhabende synthetische Produkte verwendet.

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