Sonntag, 29. Juni 2014
Cuxhaven II

Cuxhaven ist für Hamburg das Tor zum Meer. Hamburg selber liegt etwa 100 km im Landesinnern. Die Wichtigkeit des Meeres heute und in der Vergangenheit für Cuxhaven ist überall zu spüren.

Semaphor



Als es noch kein Funk und Internet gab, mussten Informationen wie Wetterbericht per Draht (Telegraph) oder optisch übermittelt werden. Dazu dienten so genannte Semaphoren. Der Semaphor von Cuxhaven wurde 1883 / 84 erbaut. Die Kapitäne der Schiffe, die die Elbe herunter fuhren, sahen so im Vorbeifahren die Windverhältnisse in der deutschen Buch, die deutlich anders sein konnten als an Land.
Heute wird der Semaphor von Cuxhaven ehrenamtlich betrieben und spielt für die Schiffahrt keine Rolle mehr.
Im Bild sieht man die Windrichtung und - stärke von Borkum (links) und Helgoland (rechts). Pro 2 Windstärke wird ein Zeichen gesetzt. Hier also für Borkum Windstärke 4 (oben links zwei Zeichen) und die Windrichtung Nord..

Strassenmusiker



Auch der Strassenmusiker ist mit dem Meer verbunden, Typ Seemann, der alte Seemanslieder spielt. "Junge, komm bald wieder ...."

Alte Liebe



Diese Aussichtsterasse auf Elbe und Hafen wird "Alte Liebe" genannt. In der Vergangenheit drohten immer wieder Sturmfluten, den Hafen und das Ufer wegzuspülen. Um dies zu verhindern, begann man 1720 mit dem Bau eines grosses Bollwerk. Gemäss der damaligen Technik (oder eben Fehlen von heutiger Technik) wurden vor dem Ufer drei mit Steinen gefüllten Segelschiffe versenkt. Das äusserste Schiff hiess "alte Liebe" und so wurde auch dieses Bollwerk genannt. Im Verlaufe der Zeit musste es mehrmals verstärkt und erweitert werden. Heute erfüllen moderne Unterwasser - Eisenkonstruktionen denselben Zweck. Die Terasse darüber wird in Anlehnung an das erste Bollwerk "Alte Liebe" genannt. Jedes vorbeifahrende Grossschiff wird mit einem Signal begrüsst und der Besucher der Terasse erfährt über Lautsprecher diverse Angaben zum Schiff (Name, Grösse, Baujahr etc.). Der Name war auch sehr emotional geladen, war doch die "Alte Liebe" häufig das letzte, respektive bei der Rückkehr das erste, was ein Seemann von Deutschland sah.

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