Sorry, you need system administrator rights for that.


Sonntag, 6. Dezember 2015
Korshamn

Die süd-west-Ecke Norwegens ist sehr felsig, zerklüft und einige Fjorde schneiden ins Landesinnere. Es können auch heftige Winde und dazugehörende Wellen auftreten, im Sommer ist das Wetter aber meistens moderat.
Nach dem Runden des Cap Lindesnes bin ich zuerst in den Rosgjord rein dann aber gleich wieder nach Nord - Westen abgebogen nach Korshamn. Korshamn ist ein kleines Dorf am Kanal zwischen zweier Inseln. Es soll 170 Einwohner haben, was schon erstaundlich ist, wenn man die wenigen Häuser anschaut.

Korshamn: ein kleines Dorf an einem Kanal zwischen zwei Inseln

Es ist hier sehr ruhig und erholsam, die Zeit scheint nicht zu vergehen. Genau das richtige im Urlaub, finde ich. Die Umgebung wird häufig von Angeltouristen besucht, die Gewässer sind sehr fischreich.

Ein kleiner Laden, eine Kapelle, ein paar Häuser und ein Steg für drei bis vier Gäste.

Zu jedem Haus gehört ein Bootssteg

Ich war da zwei Tage und habe die Zeit verbracht mit Lesen, nichts tun, einer kleinen Wanderung und mit Klönschnacken (norddeutsch für sich unterhalten) mit Martin. Martin ist auch alleine unterwegs mit einer HR.
Auf dem Foto unten erhält man einen gutene Eindruck der Landschaft und man sieht auch, wo es hinter der vordersten Reihe der Inseln am nächsten Tag weiter geht Richtung Norden.

Felsen und Wasser

... link (0 Kommentare)   ... comment


Montag, 5. Oktober 2015
Stavern

Nach Strömsted, der Schwedischen Grenzstadt, die fest in den Händen von Einkaufstouristen aus dem noch teureren Norwegen ist, bin ich direkt quer vor dem Oslofjord Richtung Westen bis Stavern gefahren.
Stavern ist im Sommer normalerweise von Touristen überlaufene. Einerseits gibt es viele Künstler im sonst beschaulichem Städchen, andererseits lockt der lange Strand. Ja, dank des warmen Golfstroms kann man bei schönem Wetter da tatsächlich baden. Aber eben, zu Sommern im Jahr 2015 habe ich ja auch schon was geschrieben.
Eine weitere Attraktivität sind die vor Ort gebauten Holzboote.

Holzboote in Stavern

Nach dem zweiten Weltkrieg begann ein Bootsbauer in der Tradition des norwegischen Bootsbaus kleine Fischerboote zu bauen, komplett aus Holz. Das ist bis heute so geblieben und im Hafen sind viele dieser noch heute in Gebrauch stehenden Boote zu bewundern.

Liebevolle Details

Sie sind mit viel Liebe zum Detail und zum Holzbau gebaut und werden von den Besitzern auch dementprechend gepflegt. Die meisten sind als offene Arbeitsboote konzipiert, einige allerdings auch als kleine Wassertaxis ausgebaut.

Steht einer Riva in nix nach.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Donnerstag, 10. September 2015
1. August: Rönnäng

Hier nochmals ein paar Fotos, um die Schönheit des Schärengebietes zu zeigen. Am Abend des 1. August lag ich mit meinem Schiff im Hafen von Rönnäng. Gleich hinter dem Hafen geht es felsig den Hügel hoch.

Typischer Hafen in den Schären

Ich als "Mann aus den Bergen" kann es natürlich nicht lassen, da ein weinig rumzukraxeln. Die Felsen mit den ortstypischen Pflanzen erinnern mich stark an die Alpen auf etwa 1500 - 2000 müM, nur dass ich hier sozusagen auf Meereshöhe bin. Da ist die Klimazone der nördlichen Lage gut zu sehen.

Fast wie in den Alpen.

Von Oben sieht man dann auch gut die Faszination und auch die navigatorische Herausforderung des Gebietes hier. Das ist die Einfahrt zur Bucht, wo sich auch der Hafen befindet. Sie ist eng, aber dank den auch unter Wasser steil abfallenden Felsen brauche ich keine Angst vor einer Grundberührung zu haben. Sogar eine kleine Autofähre verkehrt hier regelmässig.

enge Einfahrt in den Hafen

... link (0 Kommentare)   ... comment


Sonntag, 30. August 2015
#leise# clack

Morgen früh, das Wetter ist gut, der Wind OK, die Sonne scheint, möchte ich losfahren und Göteborg den Rücken zukehren. Beim Startversuch des Motors höre ich nur ein leises Clack. Nanu? Bisher sprang der Motor immer sofort und zuverlässig an. Ein zweiter Versuch bring auch nichts. Mhh, Anlasser kaputt? Schalter kaputt? kein Strom? Das mit dem Strom kann ich messen, scheint OK zu sein, der Startknopf auch, weil das Clack kommt aus dem Motor und nicht vom Schaltpanel.
Die Werft in der Nähe, die ich telefonisch kontaktierte, hatte keine Zeit. Nicht Mal um schnell mal vorbei zu schauen, nicht vor nächster Woche. Anfahrtsweg mit dem Auto wohl 5 Minuten. Na ja, .... Der zweite Kontakt war dann aber erfolgreich, am Nachmittag kam dann der Motorenspezialist, der schnell die treffende Diagnose fällte: Anlasser defekt, muss ich ausbauen und in der Werkstatt auseinander nehmen. Bereits am nächsten Tag konnte er mir einen revidierten Anlasser wieder einbauen (innen soll mehr Rost als anderes gewesen sein) und beim ersten Versuch schnurrte der Motor dann wie gewohnt los.
War ein teures Souvenier aus Göteborg.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Göteborg

Göteborg ist die zweitgrösste Stadt Schwedens und dank dem eisfreien Hafen und kurzen Seeweg zum Atlantik wichtigster Industriehafen. Der Grossraum Göteborg wird von fast einer MIllion Menschen bewohnt und ist dementsprechend ein gewaltiger Kontrast zu der Idylle im Schärengebiet. Ich habe die Stadt trotzdem besucht. Da der Hafen weit weg vom Zentrum liegt, nutzte ich die Strassenbahn, das wichtigste öffentliche Verkehrsmittel der Metropole. Die Fahrt dauerte rund 50 Minuten und gewährte guten Einblick in die Vororte und Randgebiete der Stadt.
Unüberschaubar die Menschenmenge in den verkehrsfreien Shopping - und Fussgängerzonen. Wohltuend findet man dort ganz viele bei uns unbekannte skandinavische Geschäft und nicht nur die üblichen Benetton, H & M, Bata etc.
Etwas spezielles sah ich beim Eingang eines Familien-Kulturzentrums: ein Kinderwagenparkplatz, natürlich videoüberwacht.

Parkplatz für Kinderwagen

... link (0 Kommentare)   ... comment


27. Juli Schärengebiet Westschweden

Südlich von Göteborg beginnt das Schärengebiet Westschwedens. Erst sind es wenige Steine oder Klippen, die nur zum Teil aus dem Wasser ragen, andere verstecken sich ganz gemein knapp unter der Wasseroberflöche, so werden es gegen Norden immer mehr kleine und grössere Inseln, die, vorgelagert dem Festland häufig ein Labyrinth von Wasserstrassen und Kanälen schaffen. Entstanden sind sie nach der letzten Eiszeit und viele sind von den Gletschern oder später vom Wasser und Wind glattgeschliffen. Ein wunderschönes aber auch anspruchvolles Gebiet zum Segeln.

Schärengebiet Westschweden

Hinter vielen inseln gibt es kleine, gutgeschützte Ankerbuchten oder kleine Fischerhäfen, die manchmal auch ein paar Gastliegeplätze anbieten. Eines dieser Dörfer ist Vrångö, eine frühere Lotseninsel. Von einem kleinem Häuschen auf dem Felsen aus wurde der Zufahrtsweg nach Göteborg überwacht und bei Bedarf auch ein Lotsenboot losgeschickt. Heute ist es nur noch eine kleine Funktstation und das Dorf ein beliebtes Tagesausflugsziel von Göteborg.

Vrångö

... link (0 Kommentare)   ... comment


Freitag, 28. August 2015
23. Juli: Helsingør

Am nächsten Tag fuhr ich dann an Kopenhagen vorbei den Öresund hoch. Die teilweise nur 4 km breite Meerenge zwischen Dänemark und Schweden wird häufig auch einfach nur Sund genannt. Früher war zwischen Kopenhagen und Malmö ein reger Fährverkehr zu verzeichnen, heute wird der Verkehr zur Hauptsache über die im Jahre 2000 fertiggestellte Öresundverbindung abgewickelt.

Öresundbrücke

Bei meiner Fahrt Richtung Norden war immer auf der einen Seite Dänemark, auf der anderen Schweden zu sehen. Die Windrichtung war so, das sich knapp segeln konnte und immer Angst hatte, dass er ein klein bisschen dreht, sodass ich ihn genau von vorne habe. Auch die Windstärke war so, dass ich mir dauernd sagen musste: "ein bisschen mehr Wind und ich muss die Segelfläche verkleinern". Aber der Wind blieb konstant bis nach Helsingør, wo ich das Schloss Kronborg passierte. Früher war dies der Kontrollposten, wo alle Schiffe einen Sundzoll zu bezahlen hatten. Ausserdem spielte dort Shakespeare's Hamlet. Genau - das Stück mit "Sein oder Nichtsein"

Schloss Kronborg in Helsingør

... link (0 Kommentare)   ... comment


22. Juli: Dragør

Die Dänen lieben es hyggelig, ausgesprochen hügelig (oder so ähnlich), was gemütlich, nett bedeutet. Viele Häuser sind auch eher älteren Datums und werden gehegt und gepflegt. Gut zu sehen im Dorfkern von Dragør, südlich von Kopenhagen.

Dragør, südlich von Kopenhagen

Dies würden die Dänen dann eben als hyggelig bezeichnen. Häufig trifft man auch reetgedeckte Häuser, manchmal mit Ziegel darunter, häufig ober ganz ursprünglich, wie die Häuser hier wohl seit hunderten von Jahren gebaut wurden.

Reetdächer in Dragør

Als ich dann aber im Hafen dieses Haus sah, fand ich es selbst für dänische Verhältnisse sehr bescheiden.

Pechhaus, Dragør

Eine Tafel klärte dann auf: das ist eine Pechküche. Früher, als die Boote noch alle aus Holz gebaut waren, besass jeder Hafen eine solche Pechküche, wo, wie der Name vermuten lässt Pech gekocht wurde, das zum Abdichten der Holzritzen diente. Heute werden natürlich einfacher zu handhabende synthetische Produkte verwendet.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Mittwoch, 5. August 2015
Skandinavischer Sommer

Ja, der skandinavische Sommer: einen Tag mit starkem Wind, so dass alle im Hafen bleiben, dann zwei Tage durchzogen, mit mehreren Regenschauer, dann einen Tag schön und dann beginnt es wieder von vorne. Trotzdem bin ich inzwischen in Norwegen, in Stavern, um genau zu sein und habe schon viel gesehen. Super. wenn auch anspruchsvoll war das Segeln im Schärengebiet nördlich von Göteborg. Außerdem gebe es noch zu berichten vom Motor, der nicht mehr absprang, einem Fenster, das nicht mehr dicht war usw. Und mit der Zeit, die ich verloren habe mit Reparaturen und warten auf gutes Wetter, wird es wohl nicht mehr reichen bis England. Mal schauen.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Sonntag, 26. Juli 2015
Varberg (Schweden)

Ich habe heute, wie alle anderen auch, einen Hafentag eingelegt. Der Wind wehte sehr stark mit Windböen in Sturmstärke. Gestern bin ich schon bei frischem Wind mit knackigen Böen der Küste entlang hoch gesegelt. Es war anspruchsvoll aber auch gut um mal zu sehen, dass dies mein Boot gut mitmacht (und ich selber auch). Die nächsten zwei Tage soll der Wind wieder moderat sein, bevor die nächste Störung kommt. Irgendwie ist hier noch nicht Sommer, oder schon vorbei?

... link (0 Kommentare)   ... comment